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Die Vereinsgründung

Die beiden Baugruppen vereinigten sich und gründeten im Oktober 1935 die "Segelfliegergruppe Mariazell", die mit der Nr. 107 auch Mitglied des Aeroclubs wurde.

 

Zum Obmann wurde der Leiter der Seilbahn, Oberingenieur Robert Lichtblau, ernannt.

 

Mitglieder: David BRANDL, Hans BRUNNER, Sepp GANSTER, Franz GRABITSCHNIGG, Stefan GRABNER, Dr. Hans GOLD, Leopold GROß, Franz HÖFER, Hans KOUMAR, Johann PÖLZL, Dr. Ludwig RICHTER, Erich SCHERER, Vinzenz STRENTA, Franz ZIMMERL.

 

Zur Gründung des Vereines kam die Weihe und Taufe der beiden Flugzeuge am 20. Oktober 1935 vor der Mariazeller Basilika unter großer Beteiligung der Bevölkerung.

 

Schulung und Weiterentwicklung

 

Nach ersten "Luftsprüngen" mit den neuen Flugzeugen, die meist mit Bruch endeten, wurde mit Hans PRITZL ein geeigneter Fluglehrer gefunden. Mit ihm begann nun eine intensive Schulung beim Gut Wei?enbach, in der Habertheu, am Mahrfeld und in der Rasing, wo auch die "A-Prüfung" (Geradeausflug von 30 Sekunden Dauer) erfüllt wurde.

 

Die "B-Schulung" und Prüfung (60 Sekunden Flug mit einer S-Kurve) erfolgte von der Girreralm mit Landung auf dem Mahrfeld.

 

Eine Glanzleistung war der 21/2-Stunden-Flug des Fluglehres Hans PRITZL im Jänner 1936 bei minus 7°C im offenen Schulflugzeug "Hol's der Teufel". Es war dies der erste größere Flug in Mariazell, der auch in der Presse gewürdigt wurde:

"Die Vorbereitungen für den Flug waren nicht einfach. Das Flugzeug selbst wurde in zerlegtem Zustand mit der Seilschwebebahn vom Orte Mariazell auf die Bürgeralpe gebracht, mehr als eine Woche herrschender Schneefall, so dass die jungen Segelflieger mit Ungeduld auf den Eintritt günstigen Flugwetters warten. Da kommt eines Morgens von der Bergstattion die telephonische Meldung über Segelwind. Eine halbe Stunde später führt die Seilbahn die Flieger bereits bergwärts. Sofort beginnt die Montage des Flugzeuges, jeder hat seinen Platz, jeder seine Arbeit. Was kümmert es die entschlossene Schar junger Flieger, daß die Temperatur minus 7 Grad beträgt, daß ein eisiger Nordwest um die Ohren pfeift, daß die Finger bei der Arbeit steif werden, daß beim Transport der Maschnie zum Startplatz die Mannschaft bis zur Brust in den Schnee einsinkt: darüber hilft die Beisterung hinweg und in kurzer Zeit steht die Maschnie startbereit.

Die anwesenden Wintersportler betrachten mit skeptischer Miene den anscheinend gebrechlichen Vogel und den sich dieser Maschine anvertrauten Piloten. Der Pilot jedoch hat nur ein leises Lächeln für die Zweifler übrig, besteigt ruhig seine Maschine und gibt gelassen und energiisch sein Startkommando. Um 1 Uhr 45 schießt der Vogel hoch in die Luft, der Nordwest erfaßt ihn und die staunenden Zuschauer sind Zeugen eines prächtigen sportlichen Anblicks."

Angespornt von diesem Vorbild gelangen auch den Mariazeller Fliegern bereits größere Flüge. Gestartet wurde von der Pfarralm und von der Bürgeralpe, die Landungen erfolgten im Gut Weißenbach, das bereits als Segelfluggelände zugelassen war.

Aber auch außerhalb von Mariazell wurden Erfahrungen gesammelt: Ganster, Höfer und Strenta nahmen am Ziellandewettbewerb des Aeroclubs in Spitzerberg teil; in Wr. Neustadt erfolgte die Schulung im Doppelsitzer "Grunau 8" - bereits damals im Flugzeugschlepp; bei Herzogenburg erwarben Ganster und Strenta den Luftfahrerschein für Segelflug.

 

Während eines Prüfungsfluges kam es beim Versuch, die abgelöste Verkleidung der "Hol's" wieder zu befestigen, zum Absturz und vollständigen Bruch des Flugzeuges.

1937 musste daher das schon im Bau befindliche Kleinstsegelflugzeug der Type "H 17" schnellstens fertiggestellt werden. Mit einer Spannweite von 9 Metern und nur 90 kg Eigengewicht war es bestens für den Transport auf die Berge geeignet.

 

Der starke Zulauf von Anfängern führte zum Ausbau eines Schulungsgeländes in der Mooshuben. Die "A-Schulung" des Fliegernachwuchses wurde von den Fluglehrern Ganster und Strenta durchgeführt. Scherer leitete die Schulungskurse des Hochschulinstitutes für Leibesübungen. Im Jahr 1938 wurde die Mariazeller Segelfliegergruppe in das NSFK eingegliedert.

 

Quelle: Festschrift "50 Jahre Segelfliegergruppe Mariazell"

 

   

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